
Vor rund 250 Jahren wurde das sumpfige Überflutungsgebiet der Oder zwischen Frankfurt(Oder) und Bad Freienwalde trockengelegt. So entstand von Menschenhand, was heute noch als der "Berliner Gemüsegarten" gilt: eine einzigartige Kulturlandschaft, die an küstennahes Marschland erinnert.
Zahlreiche Führungen, ob zu Fuß, mit dem Rad, dem Bus oder der Kutsche, spüren der Natur und wechselvollen Geschichte des Oderbruchs nach. Museen zeigen ortstypische Handwerksgeräte für Fischerei, Tabakanbau und Rohrschnitt und geben Einblicke in die Kulturgeschichte der Region. Auch ein Storchenmuseum fehlt dabei nicht. Ein Besuch des Brecht-Weigel-Hauses in Buckow lohnt ebenfalls. Der Dichter und Dramatiker Bertolt Brecht und seine Frau, die Schauspielerin und Intendantin Helene Weigel nutzten dieses Haus als Arbeits- und Sommersitz. Im Schloßpark Buckow finden im Sommer zahlreiche Kammerkonzerte mit internationaler Besetzung statt. Die Felsenbühne dort bietet auch die Kulisse für die Aufführungen des Sommertheaters. Der Kurort Bad Freienwalde am Rande des Oderbruchs verfügt über einen gut erhaltenen historischen Stadtkern und eine wunderschöne von Lenné gestaltete Parkanlage mit klassizistischem Schloß. Sehenswert sind auch die frühgotische Nikolaikirche, der über 100 Jahre alte Bismarckturm auf dem Schloßberg sowie der Museumspark der Baustoffindustrie Rüdersdorf.
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