
Die Niederlausitz verfügt über eine große landschaftliche Vielfalt, angefangen von den Flußauenlandschaften der Spree und Neiße über großflächige Heidelandschaften beispielsweise im Gubener Raum bis zu größeren zusammenhängenden Waldgebieten, z.B. in der Calauer Schweiz oder dem Muskauer Faltenbogen. Neben zahlreichen kleineren Seen und Teichen insbesondere im Gubener Raum besitzt die Niederlausitz mit dem Senftenberger See und der Talsperre Spremberg zwei landschaftsprägende Gewässer mit überregionaler Bedeutung als Erholungsraum. Die Topographie der Niederlausitz weist keine großen Höhenunterschiede aus. Mit dem Lausitzer Grenzwall im Spree-Neiße-Kreis sowie der Calauer Schweiz, der Buckschen Schweiz und den Kmehlener Bergen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist das Gesicht der Niederlausitz jedoch auch durch Hügel mit einer Höhe bis zu 180 m ü.d.M. gekennzeichnet. Charakteristisch für das landschaftliche Antlitz der Niederlausitz ist der Tagebau, der seinen Ausdruck sowohl in nach wie vor aktiven Abbaugebieten wie den Tagebauen Welzow und Jänschwalde, bereits nicht mehr betriebenen Abbauflächen wie beispielsweise Greifenhain als auch schon teilweise rekultivierten Tagebaufolgeflächen wie Bärenbrück, Pulsberg, Buckwitzberg oder dem Senftenberger See findet. Mit dem Tagebau eng verbunden ist die Energiewirtschaft. Die Kraftwerke in Jänschwalde oder Schwarze Pumpe sind durch ihre Kühltürme weithin sichtbar.
- Altdöbern: Parkanlage
- Bohsdorf: Strittmatter-Gedenkstätte „Der Laden"
- Forst (L.): Rosengarten, Brandenburgisches Textilmuseum, Archiv verschwundener Orte, Rad- und Reitstadion
- Grießen: Wasserkraftwerk
- Großkmehlen: Kirche mit Silbermannorgel
- Guteborn: Park Guteborn mit Schlosskapelle
- Großräschen: Auftaktgebiet der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land, Besucherzentrum IBA-Terrassen
- Guben: historischer Stadtkern auf Gubiner Seite (heute Polen), Museum Sprucker Mühle, Plastinarium, Stadt- und Industriemuseum
- Klettwitz: EuroSpeedway Lausitz
- Lauchhammer: Biotürme, Kunstgussmuseum
- Lindenau: Schloss Lindenau mit Park
- Pritzen: Landschaftskunst aus 2 Europa-Biennalen
- Senftenberg: Festungsanlage mit Schloss, Museum und Galerie, Hallenkirche St. Peter-Paul, 1. deutsche Gartenstadt Marga, Snowtropolis (Indoor-Skihalle)
- Spremberg: Spremberger Schloss mit Niederlausitzer Heidemuseum, historische Innenstadt, Kreuzkirche, Auferstehungskirche, Bismarckturm
- Lausitzer Seenland: zukünftig größte künstliche Seenlandschaft Europas
Die Niederlausitz umfasst historisch das Gebiet zwischen Elbe und Bober, zwischen der Schwarzen Elster und dem Seengebiet südlich von Berlin. Das Reisegebiet Niederlausitz ist hingegen deutlich kleiner. Ehemals war die Lausitz, die sich auch weit nach Sachsen erstreckt, vom westslawischen Stamm der Lusizi bewohnt und ist nach ihm benannt. Noch heute leben in der gesamten Lausitz rund 60.000 Sorben mit einer eigenen Sprache, in der Niederlausitz hingegen gibt es heute kaum noch zusammenhängende Siedlungszentren. Die Niederlausitz war historisch nie eine politische Einheit. Der Name bezeichnet die Landschaft. 963 unterwarf Markgraf Gero die Niederlausitz. Danach war sie wechselnd, meist geteilt, im Besitz der Brandenburger, Böhmen, Sachsen und fiel 1815 an Preußen. Heute gehört sie zum Land Brandenburg, die Teile östlich der Neiße gehören zu Polen. Die wirtschaftliche Entwicklung war bestimmt durch die Textilindustrie und seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis heute durch die Gewinnung von Braunkohle und deren Nutzung.
Darüber hinaus gibt es touristisch attraktive Veranstaltungen der sorbischen Volksgruppe. Hervorzuheben sind die Fastnacht und das Hahnrupfen im Amt Jänschwalde sowie das Johannisreiten in Casel. - Forst (L.) Reit- und Springturnier
April
- Spremberg Maifest
Mai
- Biehlen Reiterfest
- Forst Pfingstpreis Steherrennen im Radfahren
Pfingsten
- Lindenau Schloßparkfest
- Guben Frühlingsfest an der Neiße
1. Juniwochenende
- Lausitzer Seenland Besuchertage im Lausitzer Seenland
Juni
- Forst (L.) Rosengartenfesttage
Ende Juni
- Senftenberg Peter-und-Paul-Markt
- Kreisgebiet Spree-Neiße Folklorelawine
Ende Juli
- Spremberg Spremberger Filmnächte
Juli/August
- Senftenberger See Seefestspiele, traditionelles Seefest
1. Augusthälfte
- Spremberg Heimatfest
August
- Südl. Kreisgebiet OSL Stollfeste
August
- Sedlitz Reiterfest
September
- Guben Appelfest
September
- Welzow Flugplatzfest und Heimatfest
Brauchtum/Traditionen:
Industrie- und Handwerkskultur haben die Niederlausitz geprägt, Tagebau und damit zusammenhängende Industriezweige (Kohleverarbeitung, Kraftwerke), Textilindustrie, Glasherstellung, Kunstguß. Die Textilindustrie reicht bis ins Mittelalter zurück; Schwerpunktstandorte Forst (L) (Brandenburgisches Textilmuseum) und Guben (Stadt- und Industrie- museum); Glaswerk in Döbern (zu besichtigen) geht bis in die zweite Hälfte des vorigen Jahrhunderts zurück. Altes Handwerk des Kunstgusses wird traditionell in Lauchhammer gepflegt (Kunstgußmuseum). Zum Erhalt von Tradition und Brauchtum hat auch der überregional bekannte Heimatdichter Erwin Strittmatter beigetragen. Sichtbarster Beleg des sorbischen Brauchtums, das im Alltagsleben außer durch zweisprachige Ortsschilder kaum wahrnehmbar ist das Osterreiten.
Museen/Ausstellungen: - Museums-Galerie Schloss Senftenberg
- IBA-Terrassen Großräschen
- Brandenburgisches Textilmuseum Forst (L.)
- Archiv verschwundener Orte Forst (L.)
- Kunstgussmuseum Lauchhammer
- Stadt- und Industriemuseum Guben
- Plastinarium Guben
- Städtisches Museum Sprucker Mühle Guben
- Niederlausitzer Heidemuseum Spremberg
- Infozentrum Kraftwerk Schwarze Pumpe
- Niederlausitzer Sorbisches Dorfmuseum Bloischdorf
- Museumshof Großkoschen / Stadt Senftenberg
- Modellpark Brieske Senftenberg
- „Der Laden“ Bohsdorf
- Flugtechnisches Museum Drewitz
- Flugplatzmuseum Flugplatz Spremberg - Welzow
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