
Die dünnbesiedelte Landschaft der Prignitz ist geprägt durch die Eiszeit, die hier eine Endmoränenlandschaft hinterlassen hat. An der Westgrenze werden die Urstromtäler von Elbe und Havel durchflossen. "Flußlandschaft Elbe" lautet der Name des länderübergreifenden Biosphärenreservats entlang der mittleren Elbe. Zahlreiche kleine Flüsse, wie z.B. Stepenitz, Dosse, Löcknitz und Karthane prägen die Landschaft der Prignitz. Im Nordosten greifen die Ausläufer der Mecklenburgischen Seenplatte bis in die Prignitz hinein. Weite Felder und Wälder, idyllisch gelegene Seen, satte Wiesen und nebeldurchzogene Auen bieten nicht nur Störchen und Kranichen Ruhe und ungestörte Natur. Seltene Pflanzen- und Tierarten konnten hier überleben und werden inzwischen in Natur-und Landschaftsschutzgebieten besonders geschützt. Kastanien-, Eichen- und Birkenalleen oder alte feldsteingepflasterte Landwege verbinden häufig die Orte miteinander abseits der belebten Verkehrswege. Die ausgedehnten Wälder auf märkischem Sandboden sind nicht nur ein Paradies für Rot-und Schwarzwild. Pilzsammler finden hier reiche Ernte. Für Angler ist der artenreiche Fischbestand in den unzähligen Gewässern interessant.
- Bad Wilsnack:
altes Rathaus aus dem 18.Jh., Wallfahrtskirche St. Nikolai - Demerthin:
Renaissanceschloß - Eldenburg:
Quitzowturm mit Parkanlage - Groß Pankow:
ehemaliges Herrenhaus der Familie Gans Edle zu Putlitz - Heiligengrabe:
Kloster Stift - Helle:
typisches Rundlingsdorf mit Kirche - Lanz:
Geburtshaus von Friedrich Ludwig Jahn und Gedenkstätte - Lenzen:
Burg mit Burgmuseum, Rathaus, Stumpfer Turm (Rest der Stadtmauer), in dem sich die Schauwerkstatt der Filzmanufaktur befindet, Färbergarten - Lindenberg:
Kleinbahnmuseum mit Originalfahrzeugen - Mellen:
Hünengrab - Meyenburg:
Stadtkirche, Schloß mit Parkanlage, Reste der Stadtmauer - Perleberg:
Rathaus, St.-Jakobi-Kirche, Roland (1498), Museum, Heimattierpark, mittelalterlicher Stadtkern mit Markt - Plattenburg:
größte Wasserburg Norddeutschlands - Pritzwalk:
St.-Nikolai-Kirche, Heimatmuseum, Bismarckturm, Rathaus - Putlitz:
Kirche, Burgruine mit erhaltenem Burgturm, Schloß, Rathaus - Rühstädt:
storchenreichstes Dorf Deutschlands, Naturwacht Elbtalaue - Seddin:
Königsgrab (größtes Hügelgrab Europas mit 126 m Durchmesser und 11 m Höhe) - Stepenitz:
Stift Marienfließ - Wittenberge:
Steintor (13. Jh.), Rathaus, Jahn-Schule, Hafen, Museum, neugotische Kirche, Uhrenturm (zweitgrößte Turmuhr Europas) - Wittstock:
Stadtmauer (2,5 km lang, Backsteinbau, einzigartig in Deutschland), St.-Marien-Kirche, Reste der alten Bischofsburg, altes und neues Schloß in Freyenstein
Unter König Heinrich I. (um 875-936) setzten Raubzüge der Deutschen ein. In der Schlacht bei Lenzen 929 erlitten die Slawen eine erste Niederlage. Doch erst 1147 gelang es den Askaniern unter Albrecht von Ballenstedt (Albrecht der Bär), die Prignitz endgültig zu erobern. Mit den Rittern kamen Bauern und Siedler aus Niedersachsen, der Altmark und den Niederlanden. Wälder wurden zu Ackerflächen, Ansiedlungen wuchsen zu Städten. Zuerst von Havelberg, später von Wittstock aus leiteten die Bischöfe des Bistums die Christianisierung des Gebietes. Handwerk und Handel wuchsen in beachtlichem Maße. Die Städte Pritzwalk und Perleberg schlossen sich der Hanse an. Doch der 30-jährige Krieg (1618-1648) mit seinen Folgen und das verheerende Pestjahr 1638 brachen diese Entwicklung ab. Brände, die oft große Teile der Städte verwüsteten, taten ein übriges. Erst nach den preußischen Reformen begann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein spürbarer Aufschwung. Gegen Ende des Jahrhunderts setzte auch in der Prignitz die Industrialisierung ein und brachte einen bescheidenen Wohlstand. In den Bauwerken spiegelt sich diese wechselvolle Geschichte wieder. Die gut erhaltenen historischen Stadtkerne der Prignitzstädte zeugen von liebevoller Pflege des Erbes. Interessant zu sehen sind die typischen Rundlingsdörfer der Region. Die norddeutsche Backsteingotik ist überall zu finden. Auch auf schlichte Fachwerkhäuser trifft man häufig. Kirchen, Burgen, Schlösser und Herrenhäuser aus den unterschiedlichen Jahrhunderten findet man in der gesamten Prignitz. Nach dem Kirchenbrand im Jahre 1383 wurde Bad Wilsnack durch ein Hostienwunder zum Wallfahrtsort.
Mai Lenzen: Filzfest Perleberg: Tierparkfest Wittstock: Heidelauf Freyenstein: Park- und Burgfest Gadow: Rhododendronfest Meyenburg: Stadtfest Blüthen: Reitturnier
Juni Plattenburg: mittelalterliches Spektakel Wittenberge: Dixielandfestival Perleberg: Roland- und Schützenfest mit Spargelmarkt Seddin: König Hinze Performance Streckenthin: Flachsblütenfest Pritzwalk: Festtage mit mittelalterlichem Markt Bad Wilsnack: Prignitzer Sängertreffen Wittstock: Truck- und Musikfestival, Wittstocker Wandertag erstes Juniwochenende
Juli Rühstädt: Storchenfest Perleberg: Altstadt- und Rolandfest Plattenburg: Kinderburgfest Groß Lüben: Reit- und Fahrturnier Wittstock: Burgfest
August Kuwalk: Kuwalkade Bad Wilsnack: Wunderblutfestspiele Perleberg: Perleberger Flugtage, Lotte-Lehmann-Woche Wittenberge: Stadt- und Hafenfest
September Prignitzer Erntefest Perleberg: Gottfried-Arnold-Kolloquium
Oktober Perleberg: Kartoffelmarkt Wittstock: Oktoberfest
- Kunst und Kultur
- Festwochen des Prignitz-Sommers (Mai-September)
- Konzerte im Kloster Stift Heiligengrabe (Mai-August)
- Radwandern
- Wandern
- Kanufahrten, Wassertourismus
- Angeln
- Familienurlaubauf dem Bauernhof oder in der Ferienwohnung
- Schlafen im Heu
- Reiten, Kremser- und Kutschfahrten
- Museen, historische Stadtkerne
- Stadtführungen
- Natur pur (Biosphärenreservat)
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